Von Null auf Hundert – Teil 2

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Die Flandern Rundfahrt ist das absolute Aushängeschild im radsportbegeisterten Belgien. „De Ronde“, wie die Tour auch genannt wird, geht von Antwerpen über mehr als 240 Kilometer nach Oudenaarde. Wir haben Melanie Rick vom Team „Peloton Stabilus“ dabei geholfen, sich auf ihre Premiere bei dieser traditionsreichen Ausfahrt vorzubereiten. Hier schreibt sie uns ein paar Eindrücke dazu:

„Nachdem ich ja nun schon bei einigen Rennen mitgefahren bin, stand für mich mit der Flandern Runde 2017 ein richtig aufregendes Projekt vor der Tür. Und sonderlich viel Zeit zur Vorbereitung blieb mir dafür nicht.

Gerade einmal fünf Wochen waren es bis zum Rennen und die galt es optimal zu nutzen. Der Trainingsplan, den Michael Gissinger von ForLife anhand meiner individuellen Leistungsdaten für mich erstellt hat, war dabei natürlich die beste Hilfe. Wenn man das Bestmögliche in kurzer Zeit erreichen will, muss man einfach so gezielt und effizient wie möglich trainieren und das ist mir ziemlich gut gelungen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass der Trainingsplan dabei so abwechslungsreich war. Einheiten auf der Trainingsrolle, dem Rennrad auf der Straße sowie ein Athletiktraining und Dehnen haben dafür gesorgt, dass mir in den fünf Wochen nie langweilig wurde und ich mich sogar richtig aufs Training gefreut habe.

Mein Ziel, in ein paar Wochen in Flandern zu starten war natürlich die perfekte Motivation für jedes Training. Etwas ungewohnt klangen zunächst die „verordneten“ Ruhetage, aber Dank der Erklärungen von Michael Gissinger habe ich schnell gemerkt, wie wichtig solche Phasen eigentlich sind und warum sie zum Training unbedingt dazugehören.

Manche Trainingsrunde hat mich aber auch richtig gefordert und ordentlich Kraft geraubt. Wenn man aber merkt, dass sich mit jeder Einheit nach und nach etwas positiv verändert, dann hat die Quälerei auf einmal sogar unheimlich Spaß gemacht.

Hilfe und Tipps bei Materialfragen fürs Rad oder Streckenfragen sowie gelegentliche Trainingsbegleitung auf der Straße bekam ich durch Dominique Baumann, mit dem ich die Volldistanz über 240 km bei der Flandern Rundfahrt unter die Reifen nehmen wollte.

Auf nach Belgien!

Je näher das Wochenende mit dem Start am 1. April in Belgien rückte, desto mehr habe ich mich darauf gefreut. Ein bisschen nervös war ich dann aber ehrlich gesagt auch. Einen Tag vor dem Rennen haben wir unser Material ins Auto gepackt und sind Richtung Oudenaarde gefahren.

Dort angekommen, ging es gleich auf eine von Dominique erstellte kurze Streckenbesichtigung mit dem Rennrad. Der Koppenberg mit seinen bis zu 22 Prozent Steigung auf Kopfsteinpflaster war Teil der Probestrecke.

Als ich nun das erste Mal auf diesen Anstieg zufuhr, ihn live vor mir sah…einfach beeindruckend, respekteinflößend aber ich wollte plötzlich nur noch mehr die Rundfahrt erleben und sturzfrei schaffen. Eine großartige Motivation!

Am Starttag ging es dann früh morgens, inklusive drei Stunden Gratisregen, in Begleitung, auf die 240 km lange Strecke. Dabei bekam ich von meinen beiden Teamkollegen Dominique und Michael eine Streckenbegleitung bis zum Schluss.

Hellinge, Kopfsteinpflasterpassagen, der wahnsinnige Kraftverbrauch für die Strecke körperlich wie mental, die Radsportatmosphäre in Belgien –  alles zusammen war unglaublich schön. Da vergisst man gerne all die Strapazen zuvor und auch die Flandern Rundfahrt selbst kommt einem auf einmal gar nicht mehr so anstrengend vor. Ich war regelrecht im Flow und habe die pure Freude erlebt, als ich nach 240 km die Ziellinie überquert hatte. Nun bin ich echt stolz darüber, eine echte „Flandrien“ zu sein.

Es lohnt sich absolut für seine Ziele zu kämpfen und auf sie hin zu arbeiten.

Danke an meinen Trainer Michael, an Dominique und das Peloton Stabilus Team für eure Begleitung und Hilfe!

Als nächstes freue ich mich auf das Amstel Gold Race 2017 Mitte April und den Gran Fondo Rosa und werde davon berichten…“

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